Streaming scheint der Standard für Musikkonsum zu werden. Während der technische Aspekt weitgehend sinnvoll ist, ist doch ein Mietmodell sehr fraglich.

 

Musik hat Wert


Wenn du etwas kaufst, hat es Wert.
Wenn du etwas geschenkt bekommst, hat es Wert.
Wenn du etwas mietest, hat es für dich persönlich keinen Wert.

 

In ein Musikprojekt fliessen unzählige Stunden Arbeit. Dazu ist es etwas Persönliches und für alle Beteiligten bedeutet es einen intensiven Einsatz. Daraus entsteht ein Produkt, das wertvoll ist.
Wenn das bewusste Kaufen oder Verschenken verloren geht, wird Musik zu einem Wegwerfprodukt.

Ich kann es mir nicht leisten

Der Betrag pro Play, den ein unabhängiger Musiker z.B. bei Spotify erhält, ist lächerlich: deutlich weniger als ein Rappen / Cent. Ein Beispiel: Der Mundartmusiker „Trummer“ bekam für 17’000 Plays auf Spotify gerade mal CHF 108.- (93€) ausbezahlt.
Wenn du Musik von mir irgendwo als Download kaufst, bekomme ich etwa 50% des Verkaufspreises.
Du bekommst Musik und ich Geld. Für uns beide ist es ein Geben und Nehmen. Win-win.

Wenn du die Musik streamst, geht ein grosser Teil von deinem Geld an die Superstars, anstatt an mich. So funktioniert das System.

Persönlich anstatt Masse

Ich werde gerne einen Teil meiner Songs verschenken, das heisst, als Gratisdownload und bei Streamingdiensten veröffentlichen.
Solange aber die Möglichkeit vom Verkaufen von Musik besteht, werde ich sie nutzen - auch wenn dann weniger Leute meine Musik hören möchten.