Streaming scheint der Standard für Musikkonsum zu werden. Während der technische Aspekt weitgehend sinnvoll ist, ist doch ein Mietmodell sehr fraglich.

 

Musik hat Wert


Wenn du etwas kaufst, hat es Wert.
Wenn du etwas geschenkt bekommst, hat es Wert.
Wir mieten das, was wir nur kurz benutzen und danach wieder zurückgeben wollen.
Es hat für uns kaum Wert.

 

In ein Musikprojekt fliessen unzählige Stunden Arbeit. Dazu ist es etwas Persönliches und für alle Beteiligten bedeutet es einen intensiven Einsatz. Daraus entsteht ein Produkt, das wertvoll ist.
Wenn das bewusste Kaufen oder Verschenken verloren geht, wird Musik zu einem Wegwerfprodukt.

Ich kann es mir nicht leisten

Der Betrag pro Play, den ein unabhängiger Musiker z.B. bei Spotify erhält, ist lächerlich: weniger als ein Rappen / Cent. Ein Beispiel: Der Mundartmusiker „Trummer“ bekam für 17’000 Plays auf Spotify gerade mal CHF 108.- (93€) ausbezahlt.
Wenn du Musik von mir irgendwo als Download kaufst, bekomme ich etwa 60% des Verkaufspreises.
Du bekommst Musik und ich Geld. Für uns beide ist es ein Geben und Nehmen. Win-win.

Wenn du die Musik streamst, geht ein grosser Teil von deinem Geld an die Superstars, anstatt an mich. So funktioniert das System.

Persönlich anstatt Masse

Grosse Play-Zahlen bei Streaming-Diensten können mich nicht glücklich machen.
Ich habe lieber eine kleinere Hörerschaft, die ihre Freude an meiner Musik auch zum Ausdruck bringt, indem sie gerne dafür bezahlt.
An solche Menschen werde ich mit Freude immer wieder Songs verschenken.

Aus diesen Gründen setze ich hauptsächlich auf Downloads.
Wenn ich Songs verschenke, sind sie bei allen bekannten Streaming-Diensten zu finden.